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February 7, 2024

Wechsel zu T+1 in Europa – Nichtstun ist keine Option

Wechsel zu T+1 in Europa – Nichtstun istkeine Option

Wenn der US- und der kanadische Markt im Mai 2024 von einem Settlement-Zyklus von T+2 auf T+1 umstellen, geschieht dies aus verschiedenen Gründen:

- Schnellere Verfügbarkeit von Liquidität
- Kostenersparnis (Kapital ist weniger lang gebunden)
- Risikominderung (Verkürzung ist positiv für mögliche Marktveränderungen im Settlement-Zyklus)
- Stabilität (Reduzierung der Gegenpartei-Risiken)
- Modernisierung der Infrastruktur (Verkürzung zwingt Marktteilnehmer zu verbesserten Prozessen und Technologien)

Und was macht Europa? In Europa, wo die Infrastrukturen sehr fragmentiert sind, gestaltet sich ein Wechsel zu einem T+1 Settlement-Zyklus als komplizierter. Der Anteil an grenzüberschreitenden Transaktionen europäischer Banken ist hoch.
Zwischen den relevanten Infrastrukturen existieren gut eingespielte Prozesse, die im Grundsatz mit T+2 gut funktionieren. Die Herausforderungen für einen Wechsel zu T+1 wären signifikant, insbesondere im internationalen Umfeld, wo die Fristen für die Bereinigung von Unstimmigkeiten bereits sehr kurz sind, wenn man nur schon die Zeitdifferenz zwischen den USA und Asien oder zwischen Europa und Asien betrachtet.
Eine weitere Schwierigkeit ist der FOREX-Markt, der noch immer auf T+2 funktioniert, was bedeutet, dass Käufer ihre Liquidität früher bereithalten müssen. Eine Einführung von T+1 hat in Europa auch erhebliche Auswirkungen auf die Handhabung von Corporate Events. Eine Verkürzung der Settlement-Fristenwürde die Risiken erheblich erhöhen.

Sind das Gründe genug, warum Europa nicht auf T+1 umsteigt? Meiner Meinung nach wird der Wechsel zu T+1 kommen, allerdings wahrscheinlich nicht in den nächsten 24 Wochen. Dennoch wird der Druck seitens des Marktes, der Investoren und der Regulierungsbehörden eine Verkürzung vorantreiben.

Was ist zu tun?
Sich mit dem Gedanken an T+1 anzufreunden ist notwendig. Wie immer bei solchen Fragen stellt sich für jedes einzelne involvierte Institut die Frage, was sich ändern würde. Eine Bestandsaufnahme der sich verändernden Prozesse ist der erste Schritt. Der Abgleich, ob die Prozesse in der aktuellen IT-Infrastruktur standhalten würden, ist der nächste.

Die gute Nachricht: Die Incentage AG bietet mit ihrer modernen Low-Code-IT-Lösung Incentage IAP (Innovation AccelerationPlatform) bereits heute wertvolle Dienste in Nordamerika bei der Umstellung aufT+1 an. Mithilfe von Incentage IAP können ganze Prozessketten oder auch nur einzelne Prozessschritte problemlos auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten und für eine Abwicklung mit T+1 vorbereitet werden. Dies ist möglich, ohne die bereits gut verankerte Infrastruktur vollständig zu ersetzen– es sei denn, dies ist gewünscht.

Und was ist, wenn plötzlich der Wunsch nach einem Atomic Settlement aufkommt? Dann ist eines sicher: Mit der Incentage-Software ist auch ein Wechsel von T+2 oder T+1 auf ein Atomic Settlement möglich und schnell umsetzbar. Bereits heute wird Incentage IAP für Atomic Settlement eingesetzt.
Einfach und schnell – Swiss-made Software macht es möglich.

Marco Strimer

Board Member

"Einen grossen Vorsprung im Leben hat, wer da schon handelt, wo die anderen noch reden." – J. F. Kennedy

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Incentage Forum 2026

Incentage Forum 2026

Ist Ihre Bank für die nächste Welle der Finanzmarkt-Transformation gebaut?

Oder optimieren Sie noch Messaging, während sich die Spielregeln ändern?

Globale B2B-Zusammenarbeit, T+1, neue Marktinfrastrukturen und geopolitische Verschiebungen verändern die Finanzindustrie grundlegend. Die entscheidende Frage lautet nicht mehr ob sich Architekturen ändern müssen – sondern wie schnell und wie radikal.

Das Incentage Forum fand statt am Montag 22. Juni 2026

Internationale Top-Speaker gaben exklusive Einblicke:

Dr. Steve Everett, CCO, CDS, Head of Innovation, TMX Group (Canada), berichtete über die erfolgreiche Umstellung auf T+1 und die laufende Modernisierung des kanadischen Kapitalmarkts.

Azzurra Ciraci, Group CIO & Head of Euronext Securities Technology, Euronext Group, zeigte, wie fragmentierte europäische Finanzmärkte durch Technologie zu neuer Effizienz zusammengeführt werden.

Rudi Steenkamp, CTO, Strate, Advisor Afriverse, Trustlink, gab Einblick in innovative Modelle der Finanzmarktinfrastruktur und in die neue Zahlungsplattform des afrikanischen Kontinents – ein Schlüssel für geopolitische Resilienz.

Roundtable der Banken: Experten führender Banken and Fintech diskutierten, welche Architekturansätze sie heute wählen, um regulatorische Anforderungen zu erfüllen, Kosten zu kontrollieren und zukünftige Marktchancen gezielt zu nutzen.

Incentage zeigte auf, wie KI robust, deterministisch und compliant für höchst kritische Finanztransaktionen eingesetzt werden kann. Und zum Abschluss konsolidierte die Incentage Software unstrukturierte, vielsprachige und spontane Mails der Teilnehmer mit Angabe ihres Lieblingsessens zu einer einheitlichen Übersicht mit Dashboard, Ernährungsberatung und einer KI Analyse über das Ernährungsverhalten der Teilnehmer.

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ISO 20022: Time to turn Lemons into Lemonade

ISO 20022: Time to turn Lemons into Lemonade

ISO 20022 sollte ursprünglich ein reines Compliance-Projekt sein. Stattdessen entwickelt es sich zunehmend zur Trennlinie zwischen Banken, die sich nur anpassen – und solchen, die wirklich vorangehen.

Der November 2025 endete ohne Alarm oder grosse Feierlichkeiten. Er endete leise, fast unbemerkt.
Tief im globalen Finanzsystem änderten Millionen von Zahlungsnachrichten ihre Sprache. Die alten MT-Formate, lange das Rückgrat des grenzüberschreitenden Zahlungsverkehrs, traten langsam in den Hintergrund, während ISO 20022 ins Zentrum rückte.

Die Dashboards wurden grün.
Compliance-Anforderungen wurden erfüllt.

Für viele Banken war dieser Wandel ein grosses Projekt aber zugleich auch der einfachere Teil.

Denn ISO 20022 war nie nur eine Migration. Es ist eher so, als hätte man eine LKW-Ladung Zitronen erhalten und festgestellt, dass der Markt keine Zitronen mehr bezahlt  sondern Limonade.

Die eigentliche Frage lautet nicht mehr:
„Sind wir compliant?“

Sondern:
„Werden wir dadurch tatsächlich besser?“

- Steigen unsere STP-Raten?

- Sinkt die Anzahl falscher Treffer (False Positives)?

- Oder schleusen wir einfach nur reichhaltigere Daten durch alte, fragmentierte Systeme?

Europa an der Spitze von ISO 20022

Europa befindet sich seit Jahren auf diesem Weg. Mit SEPA- und TARGET-Infrastrukturen hat die Region ISO 20022 früh adaptiert. Auf dem Papier ist der Standard allgegenwärtig.

Doch ein Blick in die Maschinenräume vieler Banken zeigt eine andere Realität.

Hybride MT/MX-Umgebungen dominieren weiterhin. Übersetzungsschichten, ursprünglich als Übergang gedacht, sind oft dauerhaft geworden. Daten werden transformiert, umgeformt und dabei nicht selten abgeschwächt.

Das System funktioniert.
Aber es fließt nicht.

„Es ist, als würde man die Rohre einer Stadt austauschen, während das Wasser weiterhin durch alte Ventile und rissige Verbindungen gepumpt wird. Der Druck steigt – aber die Lecks bleiben“, so ein IT-Manager im Zahlungsverkehr.

Und dennoch hat sich etwas Grundlegendes verändert:

Zahlungen sind keine einfachen Transaktionen mehr.
Sie sind datenreiche Ereignisse voller Kontext und Intelligenz.

Für Institute, die bereit sind, ihre Architektur neu zu denken, eröffnet sich enormes Potenzial:

- sauberere Abstimmungen (Reconciliation)

- stärkere Compliance

- intelligentere Betrugserkennung

- tiefere Analysen

- mehr Transparenz für Kunde

Die Zitronen sind längst da. Die Frage ist nur: Wer macht wirklich Limonade daraus?

Der Schweizer Finanzplatz: konsequenter in der Umsetzung

Der Schweizer Markt – geprägt durch die SIX Group – hat diesen Wandel besonders früh verstanden, da ISO 20022 hier bereits vor Jahren end-to-end eingeführt wurde.

Die Entwicklung verläuft präzise und mit hoher Dynamik:

- Instant Payments werden zum Standard

- Echtzeit-Erwartungen steigen kontinuierlich

- Bis 2026 wird eine nahezu vollständige Harmonisierung angestrebt

Doch Geschwindigkeit erzeugt Druck.

Banken modernisieren nicht mehr nur – viele bauen ihre Zahlungsarchitektur schrittweise neu auf und ersetzen fragile Legacy-Systeme durch Plattformen für Echtzeit-Daten und Orchestrierung.

Denn es geht längst nicht mehr nur um Messaging.

Was passiert mit SWIFT?

Auch SWIFT entwickelt sich weiter – vom reinen Nachrichtenanbieter hin zu einer globalen Finanzdatenebene, einer gemeinsamen Sprache für Interoperabilität.

Das verändert die Spielregeln grundlegend:

- Datenqualität wird entscheidend

- Integration wird zum Schlachtfeld

- Fragmentierte Systeme werden zum Risiko

Hier haben viele Institute noch Herausforderungen:

- Silos bestehen weiterhin

- Monitoring ist unvollständig

- Transparenz geht zwischen Systemen verloren

- Innovationen erreichen die Produktion oft nicht

ISO 20022 selbst ist nicht das Problem.
Die Umsetzung ist es.

Fazit

Die führenden Institute der nächsten Dekade werden nicht diejenigen sein, die zuerst compliant waren – sondern jene, die gelernt haben, strukturierte Daten in operativen und strategischen Mehrwert zu verwandeln.

Denn die Zukunft ist bereits sichtbar:

- Instant Payments

- datengetriebene Services

- Tokenisierung

- digitale Assets

Der Abstand zwischen Banken wird nicht daran gemessen, wer ISO 20022 am schnellsten implementiert hat.

Sondern daran, wer gelernt hat, aus Compliance-Druck einen Wettbewerbsvorteil zu machen.

Oder einfacher gesagt:

Wir helfen Ihnen Zitronen in Limonade zu verwandeln.

Wenn Sie diese Lücke schliessen möchten, lassen Sie uns über Limonade sprechen. 🍋
info@incentage.com

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Über IPLA und SIL hinaus: SWIFT-Integration zukunftssicher gestalten für eine vernetzte Ära

Da SWIFT plant, seine Legacy-Integrationslösungen — die Alliance Access Integration Platform (IPLA) und die SWIFT Integration Layer (SIL) — bis zum 30. Juni 2026 außer Betrieb zu nehmen, stehen Finanzinstitute weltweit vor einer entscheidenden Herausforderung: Wie lässt sich auch in einer Post-Legacy-Welt eine nahtlose, sichere und effiziente Anbindung an das SWIFT-Netzwerk gewährleisten?

Bei Incentage bieten wir eine zukunftssichere Software, mit der Sie IPLA ersetzen und Ihre Messaging-Fähigkeiten erheblich erweitern können. Unsere Lösung versteht bestehende IPLA-Konfigurationen und schützt somit Ihre bisherigen Investitionen.

Wir sehen dies nicht als Hindernis, sondern als Chance — als Wendepunkt, um Integration neu zu denken, Komplexität zu reduzieren und die nächste Generation des Finanz-Messaging zu ermöglichen.

Kontaktieren Sie uns — wir unterstützen Sie dabei, IPLA durch eine moderne, robuste, flexible und zukunftsfähige Lösung zu ersetzen.

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